Über mich

Man könnte eine Beschreibung der Stationen vornehmen, die Robin Christoph in seinem jungen Leben bereits durchlaufen hat. Fruchtbarer und anschaulicher aber ist die Beschreibung der Grundlinien, die seine Stationen verbinden. Ein Bild seiner beruflichen Anlage also, das zeigt, welche Leistungen von ihm zu erwarten sind und auf welche Überraschungen man sich freuen darf.

Wie bei jedem regiebegabten Menschen wäre da zunächst einmal der Blick für das Ganze. Die Vertrautheit mit der Kamera – technisch wie ästhetisch –, die mehrjährige Arbeit im Organisationswesen durch Produktions- und Regieassistenzen, die Übung in Lichtsetzung und Postproduktion, schliesslich die Kreativität bei Schauspielführung und Inszenierungsarbeit.

All das macht Robin Christoph  zu einem Menschen, der wenn er die detaillierte Arbeit eines Einzelbereichs durchführt, den Blick für das Ganze versteht – und umgekehrt. Dabei verfügt er über die angenehme Eigenschaft, bei einem Auftrag die Gewichtung auf jeweils nur eines der beiden zu setzen: ist ausführliche technische Arbeit gefragt, dann bündelt sich seine Konzentration, die Finger berühren den Blendenring der Kamera, das Auge verlässt den flimmernden Bildschirm nicht – in den Kaffeepausen weitet sich sein Wesen wieder und man kann problemlos mit ihm über grössere, allgemeine Aspekte des Projekts sprechen, für die er wissenswerte Anregungen hat. Umgekehrt verhält es sich bei seinen eigenen Inszenierungsarbeiten – hier ist sein Auge stets überall, gestaltet die Ästhetik von Raum, Licht und Mensch, ohne sich in den Kleinigkeiten der technischen Umsetzung zu verzetteln.

Jenseits der künstlerischen Frische und Durchbrochenheit, die Robin Christoph in seine Stilistik einfliessen lässt, ist er ein junger Film- und Fotografieschaffender der alten Schule, zumindest was seinen Arbeitsweg betrifft. So hat er seine Fähigkeiten über Anstellungen erworben, er hat die Demut und die Leidenschaft besessen, unten im Produktionsstab zu beginnen, viel zu arbeiten und dabei mit wachem Auge zu beobachten, auszuprobieren und zu wachsen. Diese Fähigkeit zu wachsen ist hervorzuheben: seine Arbeit 2015 ist eine bessere als die 2014, und die von 2014 eine bessere als 2013, und dabei trägt trotzdem jede seine, die von Handschrift Robin Christoph.

Gabriel Zimmerer, Regisseur


 

Robin Christoph dankt seinen Partnern